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Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen (Joh. 6,37)

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Krönender Abschluss der Mystischen Momente Mühltal  

© C. BittlingerIrith Gabriely
C. BittlingerPetra Kunik
© C. Bittlinger
 

Mühltal. Als "Der Klang der Stille" war das Dialogkonzertzwischen der Schauspielerin und Autorin Petra Kunik und der Königin des Klezmer Irith Gabriely und ihrem musikalischen Begleiter Peter Prystaniak angekündigt. In der voll besetzten Lazaruskirche in Nieder-Ramstadt erlebten die Zuhörer ein furioses Feuerwerk an Klängenund intensiven Gedanken zur Stille. Gekonnt und einfühlsam wurde das Publikum mit hineingenommen in die Fülle der jüdischen "Stilletradition".Dieses Konzert war der Abschluss der Themenreihe "Stille" in der gemeinsamen Veranstaltung der Theophrastus Stiftung Mühltal, der Evang. Kirchengemeinde Mühltal und dem Evangelischen Dekanat Darmstadt.

 

 

 

Wunder der Weihnacht 2022

E. Hemmerich

Als besondere Zugabe findet am 18.12. um 19 Uhr noch das adventliche Konzert "Wir warten auf das Wunder der Weihnacht" mit Liedermacher & Pfarrer Clemens Bittlinger und seinem Ensemble statt.

Der Eintritt ist frei und es wird empfohlen, sich anzumelden: ev-kirche-nieder-ramstadt.ekhn.de

Unbeschreibliche Erfahrungen auf der Grenze

Sommerfeld/DekanatDr. Walter Sommerfeld

NIEDER-RAMSTADT.  Was geschieht, wenn sich ein Mensch westlicher Prägung unter Anleitung eines Sufilehrers (Scheich) für 40 Tage in die dunkle Zelle einer Moschee begibt und dort die ganze Zeit schweigt, fastet und 6 bis 14 Stunden die vom Sufismus empfohlenen Übungen ausführt? „Dieser Mensch macht, wenn er sich wirklich auf diesen Weg begibt, spirituelle und energetische Erfahrungen, die alles sprengen, was man bisher erlebt hat. Erfahrungen, die ich im Grunde nur andeutungsweise beschreiben kann!“ Professor Dr. Walter Sommerfeld war aus Leipzig angereist, um bei der Vortragsreihe „Mystische Momente Mühltal“ zu dem Thema „Freiheit, Stille, Energie“ von den Schätzen der islamischen Mystik zu berichten. Walter Sommerfeld gilt als der Irakexperte in Deutschland und war maßgeblich beteiligt am Aufbau des interdisziplinären Centrums für Nah- und Mittelost-Studien (CNMS) der Philipps-Universität Marburg, das seit 2006 die nahostbezogenen Kompetenzen in Hessen konzentriert, und dessen Direktor. Mit sieben Professuren, einer Vielzahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie einer internationalen Vernetzung bietet das CNMS ein einmaliges Spektrum nahostwissenschaftlicher Lehre und Forschung. Angesichts solch geballter Kompetenz und hochgradiger akademischer Bildung überraschte Summerfeld mit einem sehr persönlich gehaltenen Vortrag über seine ganz eigenen Erfahrungen mit der islamischen Mystik. Sehr klar und mit vielen praktischen Beispielen nahm er das gespannt lauschende Auditorium mit hinein in die Welt des Sufismus und seine Begegnungen mit den beiden Elementen „Stille“ und „Energie“. Immer wieder nahm er Rückbezüge auf die Erkenntnisse der Gehirnforschung vor und zitierte dabei auch den Biologen und Gehirnforscher Gerhard Roth. Über Energien, die zwischen Menschen entstehen, oder die ein Mensch empfange oder auslöse, werde so gut wie gar nicht geforscht, doch genau darum gehe es im praktizierenden Sufismus. „Wir westlich geprägten Menschen interpretieren ‚das Jetzt‘ aus der Vergangenheit heraus, also aufgrund unserer Erfahrungen und unserer Geschichte, der Sufi versteht die Gegenwart aus der Zukunft heraus!“, betonte der emeritierte Professor für Orientwissenschaft. Selten gab es bei der Veranstaltungsreihe ‚Mystische Momente Mühltal‘ einen derart langanhaltenden Applaus wie nach diesem Vortrag. Die Besucherinnen und Besucher waren beglückt über das Geschenk dieses Abends und hätten noch stundenlang dem Referenten zuhören oder mit ihm diskutieren können. „Ich habe diesen Vortrag noch nie gehalten“, bekannte denn auch Walter Sommerfeld, denn es bedürfe einer behutsam vertrauensvollen Atmosphäre, wenn jemand so persönlich von seinen eigenen Erfahrungen mit der Mystik berichte. Diese Atmosphäre habe er in Mühltal empfunden. Text: Clemens Bittlinger

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